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Austausch am 9. Mai 2026 im Cafe Nr 5:So früh wie möglich ein Quartiersmanagement für die fünf geretteten Dörfer aufsetzen - gemeinsam und im Dialog

Mann erklärt Publikum etwas.
Zukunft zusammen gestalten - das geht. Offene, ehrliche Rede, gegenseitiges Wahr- und Ernstnehmen, Zuhören und Verbindlichkeit - das sind die Zutaten. Eine erfrischende Lektion in Demokratie: eingeübt im Cafe Nr 5, bei einem Austausch über die Entwicklung der fünf Erkelenzer Dörfer, die vor den Braunkohlebaggern gerettet wurden.
Datum:
9. Mai 2026
Von:
Thomas Hohenschue

Über die Krise der Demokratie wird viel geklagt in diesen Tagen. Wichtig ist, bei dieser richtigen Feststellung nicht stehenzubleiben. Und das heißt immer, auch sich selbst zu bewegen. Das gilt ebenso in der Frage, wie es mit den fünf Dörfern weitergeht. Da lässt sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen, gesetzt durch überörtliche Akteure wie Bund, Land und RWE, einiges vor Ort gestalten. Gerade weil die Aufgabe so komplex und herausfordernd ist, gilt es, keine Kraft in unnötigen Abgrenzungen und Alleingängen zu vergeuden.

Nell-Breuning-Haus, Demokratiewerkstatt Rheinisches Revier und die Dörfergemeinschaft KulturEnergie hatten am 9. Mai 2026 ins Cafe Nr 5 in Berverath eingeladen. Ihr Anliegen: ein von Bund und Land unterstütztes Quartiersmanagement für die fünf Dörfer auf den Weg bringen. Bei dem gut besuchten Austausch zeigte sich, dass die Idee in der Luft liegt. Sowohl aus dem Kreis zivilgesellschaftlicher Initiativen gibt es diese Bestrebung wie bei der Stadt Erkelenz, wie der Technische Beigeordnete Martin Fauck bekanntgab.

Diese Neuigkeit wurde begrüßt, wie auch insgesamt wertschätzende Brückenschläge formuliert wurden. Gelingt es, Verhärtungen der Vergangenheit hinter sich zu lassen? Vielleicht ist genau die Frage des Quartiersmanagement ein guter Aushandlungspunkt, bei dem das gelingt. Kommunalpolitisch engagierte Gäste des Austauschs signalisierten parteiübergreifend ihr Interesse, mit zivilgesellschaftlichen Initiativen über Konzept und Zeitpunkt beim Aufsetzen des Quartiersmanagements für die fünf Dörfer zu sprechen. 

Das Treffen im Cafe Nr 5 war ein guter Startschuss dafür. Sowohl Tina Dresen von der Dörfergemeinschaft EnergieKultur als auch Martin Fauck von der Stadt Erkelenz skizzierten ihre Vorstellungen. Wenn es nun gelingt, die Perspektiven in einem transparenten und partizipativen Verfahren zu verbinden, gewinnen alle. Ausgangspunkt ist die geteilte Überzeugung: Ein Quartiersmanagement ist unerlässlich, um das bürgerschaftliche Engagement für eine gute, lebendige, nachhaltige Zukunft der fünf Dörfer zu stärken.

Fachliche Impulse für diesen demokratischen Prozess gab Katharina Krosch, Quartiersmanagerin der Stadt Bergheim. Sie zeigte auf, wie belebend Quartiersmanagement auf den sozialen Zusammenhalt wirkt. Gerade in Umbrüchen helfe es, Konflikten vorzubeugen. Es brauche dafür dritte Orte wie das Cafe Nr 5, an denen sich Menschen jenseits ihrer Wohnung und der Arbeit treffen. Sie brach eine Lanze für ein Miteinander aller Beteiligten. Ihre Erfahrung und ihr Leitsatz: "Kein Hauptamt ohne Ehrenamt - und kein Ehrenamt ohne Hauptamt".

Frau erklärt Publikum etwas.
Mann erklärt Publikum etwas.
Eine Frau erklärt Publikum etwas.