Nachbericht:Bildungsurlaub zum Strukturwandel im Rheinischen Revier

„Strukturwandel erleben“ lautete die Überschrift des erstmalig durchgeführten Bildungsangebots. Im Sinne dieses Versprechens hatten Eva Bongartz und Jonathan Querg ein Programm konzipiert, dass an den drei Tagebaugruben des Rheinischen Revieres den Teilnehmenden vielfältige Eindrücke bot. Vom Begriff der Nachhaltigkeit ausgehend, standen die Tage unter den Blickwinkeln Soziales, Ökologie und Ökonomie. Wie gelingt es, in der Region den Strukturwandel für Menschen, Natur und Wirtschaft zu einem generationsübergreifenden positiven Prozess zu machen?
Die vielfältigen Fragen beantworteten Betroffene in den Dörfern am Tagebau Garzweiler, die nun doch nicht abgebaggert werden, Mitarbeitende des Forschungszentrums Jülich und des Kraftwerks Weisweiler und Engagierte im Umweltschutz an der Grube Hambach. Die drei Standortwechsel brachten täglich neue Perspektiven in den Bildungsurlaub, sodass die Teilnehmenden zum Schluss zu dem Fazit kamen, dass die Vielfältigkeit der Orte, Themen und Menschen, die diese fünf Tage mit sich gebracht hätten, der besondere Lerneffekt gewesen wäre. Das Thema ist komplex, die Akteure vielfältig, die Sichtweisen konträr, die Interessen verschieden – nicht mal das Ziel ist eindeutig zu benennen -, sodass jeder Tag harte Arbeit war, diese Erlebnisse zu verarbeiten. Es war aber lohnend, waren sich Teilnehmende und Organisatoren einig, zumal das Wetter mitgespielt hatte und die neunköpfige Gruppe sich mit ihren beruflichen Hintergründen hervorragend ergänzte, sodass im gegenseitigen Austausch weiterer wertvoller Input gegeben werden konnte.
Im Frühjahr 2027 wird dieses Angebot für eine spannende Woche wieder im Bildungsurlaubprogramm des Nell-Breuning-Hauses vertreten sein.